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Was ist eine UUID?

Eine UUID (Universally Unique Identifier) ist ein 128-Bit-Bezeichner, der in RFC 4122 standardisiert wurde und 2024 durch RFC 9562 erweitert wurde, welches zusätzlich die neueren Versionen 6, 7 und 8 formal festgelegt hat. Der Zweck einer UUID besteht darin, einen Wert zu erzeugen, der ohne zentrale Vergabestelle und ohne Abstimmung zwischen Systemen praktisch garantiert eindeutig ist.

Textuell wird eine UUID als 32 Hexadezimalstellen in fünf durch Bindestriche getrennten Gruppen im Muster 8-4-4-4-12 dargestellt, etwa xxxxxxxx-xxxx-xxxx-xxxx-xxxxxxxxxxxx, zum Beispiel 550e8400-e29b-41d4-a716-446655440000. Inklusive der vier Bindestriche ergibt das 36 Zeichen. Jede Hexadezimalstelle steht für 4 Bit, sodass die 32 Stellen zusammen die vollen 128 Bit codieren.

Innerhalb der 32 Hexadezimalstellen ist die Position von Versions- und Variantenbits genau festgelegt. Die dritte Gruppe beginnt stets mit der Versionsziffer, bei Version 4 also immer mit einer 4, wie im Beispiel oben an der Stelle 41d4 erkennbar ist. Die vierte Gruppe beginnt dagegen mit 8, 9, a oder b, was die in RFC 4122 definierte Variante markiert. Derselbe Standard definiert außerdem die sogenannte Nil-UUID 00000000-0000-0000-0000-000000000000, die ausschließlich aus Nullen besteht und als reservierter Sonderwert für "kein Wert" oder "nicht initialisiert" dient.

Der theoretische Wertebereich einer 128-Bit-Zahl umfasst 2^128, also rund 3,4 × 10^38 mögliche Werte. Bei Version 4 sind davon 6 Bit fest vorgegeben, 4 Bit für die Versionskennung (0100) und 2 Bit für die Variante (10), sodass effektiv 122 Bit tatsächlich zufällig bleiben. Das ergibt immer noch etwa 5,3 × 10^36 mögliche v4-UUIDs. Würde man eine Milliarde UUIDs pro Sekunde über 100 Jahre hinweg erzeugen, kämen dabei rund 3,1 × 10^18 UUIDs zusammen, eine Menge, die weiterhin klar unter der Schwelle liegt, ab der eine einzige Kollision in dieser gesamten Menge auch nur annähernd wahrscheinlich würde. Die Kollisionswahrscheinlichkeit bleibt also verschwindend gering, für reale Anwendungen praktisch vernachlässigbar, auch wenn sie mathematisch nie exakt bei null liegt.

GUID (Globally Unique Identifier) ist Microsofts Bezeichnung und Implementierung desselben Standards. Funktional gibt es keinen Unterschied, GUIDs verwenden dieselbe 128-Bit-Struktur und dieselbe hexadezimale Textdarstellung wie UUIDs. Der Begriff findet sich in der Windows-Registrierung, in COM/DCOM, im .NET-Typ Guid und im SQL-Server-Datentyp uniqueidentifier. Die Darstellung in geschweiften Klammern, etwa {550e8400-e29b-41d4-a716-446655440000}, ist eine spezifisch Microsoft-typische Konvention, weshalb dieses Tool das Braces-Format als eigene Option anbietet.

Ein zentraler Vorteil von UUIDs liegt darin, dass sie ohne jede Koordination zwischen Systemen erzeugt werden können. Zwei Server, die zeitgleich und unabhängig voneinander eine UUID generieren, müssen sich weder abstimmen noch eine gemeinsame Zähler-Instanz oder Datenbank abfragen. Das macht UUIDs besonders geeignet für verteilte Architekturen, Microservices und Offline-Szenarien, in denen Daten aus mehreren Quellen später zusammengeführt werden müssen, ohne dass dabei Bezeichner kollidieren.

Die Erzeugung in diesem Tool erfolgt vollständig im Browser über die Web-Crypto-API crypto.getRandomValues, einen kryptografisch sicheren Zufallszahlengenerator, der aus der Entropie des Betriebssystems gespeist wird. Anders als der in JavaScript ebenfalls verfügbare Math.random(), der für sicherheitsrelevante Zwecke ungeeignet und teilweise vorhersagbar ist, eignet sich crypto.getRandomValues auch für Anwendungsfälle mit erhöhten Sicherheitsanforderungen. Da alles lokal abläuft, gibt es keinen Netzwerk-Roundtrip, es wird nichts übertragen, und das Tool funktioniert nach dem Laden der Seite sogar offline weiter.

UUID-Versionen

VersionNameBeschreibung
v1ZeitstempelBasiert auf Zeitstempel und MAC-Adresse, sortierbar, kann aber den Host preisgeben
v3MD5-HashNamensraum + Name, deterministisch gehasht mit MD5
v4ZufälligZufällig generiert per CSPRNG (dieses Tool verwendet v4)
v5SHA-1-HashNamensraum + Name, deterministisch gehasht mit SHA-1
v7Unix-ZeitstempelZeitstempel (ms) + Zufallsbits, zeitlich sortierbar, seit RFC 9562 (2024)

Dieses Tool generiert ausschließlich UUIDs der Version 4 (zufällig) mit Hilfe der Web-Crypto-API crypto.getRandomValues, einem kryptografisch sicheren Zufallszahlengenerator, der direkt im Browser läuft. Die Versionen v1, v3, v5 und v7 sind in der Tabelle oben rein informativ aufgeführt, um die Unterschiede im UUID-Standard einzuordnen, dieses Tool erzeugt sie nicht. Version 7 gewinnt zunehmend an Bedeutung, weil ihre zeitlich aufsteigende Struktur Datenbank-Indizes freundlicher behandelt als rein zufällige v4-Werte, die bei sehr großen Tabellen zu stärkerer Indexfragmentierung führen können. Für die meisten Anwendungen, bei denen Zufälligkeit und Unvorhersehbarkeit wichtiger sind als Sortierbarkeit, bleibt v4 dennoch die pragmatische Standardwahl.

Typische Anwendungsfälle

🗄️ Primärschlüssel in Datenbanken

Verwenden Sie UUIDs anstelle von automatisch inkrementierenden Ganzzahlen wie 1, 2, 3, um keine Rückschlüsse auf die Gesamtzahl der Datensätze oder das Geschäftsvolumen zuzulassen. Der Client kann die ID bereits vor dem Einfügen in die Datenbank erzeugen, was asynchrone Workflows und die Offline-Erstellung von Datensätzen vereinfacht. Bei verteilten Datenbanken, Sharding oder dem Zusammenführen von Replikaten vermeiden Sie so Schlüsselkonflikte, die bei fortlaufenden Ganzzahlen zwangsläufig entstehen würden. Gerade beim späteren Zusammenführen zuvor getrennter Datensätze, etwa nach einer Offline-Synchronisation, ersparen UUIDs eine aufwendige Neuvergabe von IDs.

🔌 API-Bezeichner

Identifizieren Sie Ressourcen in REST-APIs über Endpunkte wie /users/{uuid} anstelle von /users/482, um Enumeration-Angriffe zu verhindern, bei denen ein Angreifer einfach fortlaufende IDs durchprobiert, um an fremde Ressourcen zu gelangen. Da eine UUID praktisch nicht zu erraten ist, lässt sich aus der ID selbst auch nicht ableiten, wie viele Nutzer oder Bestellungen ein System insgesamt verwaltet. UUIDs eignen sich außerdem als Session-Token oder als Idempotenzschlüssel, wie sie etwa Stripe-artige Zahlungs-APIs verwenden, damit eine wiederholte Anfrage nicht doppelt verarbeitet wird. So bleibt jede Anfrage eindeutig nachvollziehbar, ohne dass der Server einen zusätzlichen Zähler führen muss.

📁 Dateinamen

Generieren Sie eindeutige Dateinamen für Uploads, temporäre Dateien und Cache-Einträge, ohne vorher prüfen zu müssen, ob ein Name bereits existiert. Das ist besonders bei gleichzeitigen Schreibvorgängen mehrerer Nutzer oder Prozesse wichtig, da zwei parallele Uploads mit UUID-Namen praktisch nie kollidieren. Eine Datei namens a716-446655440000.jpg lässt sich so sofort einer bestimmten Upload-Session zuordnen, ohne die ursprünglichen Dateinamen der Nutzer offenzulegen oder zu überschreiben. Das erspart zudem die zusätzliche Datenbankabfrage, die sonst zur Kollisionsprüfung nötig wäre.

🔗 Verteilte Systeme

Erstellen Sie IDs auf mehreren Servern oder Microservices, ohne sich vorher über eine zentrale Instanz, einen Lock oder einen gemeinsamen Zähler abstimmen zu müssen. Das ist besonders wertvoll für Correlation-IDs im Event-Sourcing, mit denen sich einzelne Ereignisse über mehrere Services hinweg nachverfolgen lassen, sowie für Message-IDs in Warteschlangen wie RabbitMQ oder Kafka. Da jeder Dienst seine eigenen IDs erzeugt, entfällt der Engpass einer zentralen Vergabestelle, was die horizontale Skalierung erheblich vereinfacht. Selbst wenn Tausende Instanzen gleichzeitig IDs erzeugen, bleibt die Wahrscheinlichkeit einer Kollision verschwindend gering.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine UUID?
Eine UUID ist ein 128-Bit-Bezeichner nach RFC 4122, der aus 32 Hexadezimalstellen im Muster 8-4-4-4-12 besteht, etwa 550e8400-e29b-41d4-a716-446655440000. Sie kennzeichnet Datensätze, Ressourcen oder Objekte eindeutig, ohne dass eine zentrale Registrierungsstelle nötig ist. Der theoretische Wertebereich von 2^128 möglichen Kombinationen macht zufällige Kollisionen in der Praxis vernachlässigbar.
Was ist der Unterschied zwischen UUID und GUID?
UUID und GUID bezeichnen im Kern denselben Standard, GUID ist lediglich Microsofts Name und Implementierung dafür, verwendet unter anderem in der Windows-Registrierung, in COM/DCOM und im .NET-Typ Guid. Beide nutzen dieselbe 128-Bit-Struktur und dieselbe hexadezimale Textdarstellung. Der praktische Unterschied liegt vor allem in der Schreibweise mit geschweiften Klammern wie {550e8400-...}, die im Microsoft-Umfeld üblich ist und die dieses Tool als eigenes Format anbietet. In SQL Server etwa wird ein GUID im Spaltentyp uniqueidentifier intern als 16 Byte gespeichert, genau das binäre Äquivalent der 128 Bit einer UUID.
Sind die generierten UUIDs wirklich eindeutig?
Ja. Dieses Tool nutzt die Web-Crypto-API crypto.getRandomValues, einen kryptografisch sicheren Zufallszahlengenerator, der aus der Entropie des Betriebssystems gespeist wird, im Gegensatz zum vorhersagbaren Math.random(). Bei UUIDs der Version 4 bleiben 122 Bit tatsächlich zufällig, was rund 5,3 × 10^36 mögliche Werte ergibt. Selbst bei einer Erzeugung von einer Milliarde UUIDs pro Sekunde über 100 Jahre hinweg bliebe die Wahrscheinlichkeit einer einzigen Kollision verschwindend gering.
Kann ich UUIDs in großen Mengen generieren?
Ja, Sie können bis zu 1000 UUIDs auf einmal erzeugen, indem Sie die gewünschte Anzahl eingeben und auf "Stapelgenerierung" klicken. Das Ergebnis lässt sich vollständig kopieren oder als .txt-Datei herunterladen, etwa um Testdaten, Seed-Werte für eine Datenbank oder Platzhalter-IDs für Mock-APIs vorzubereiten. Die gesamte Erzeugung läuft dabei lokal im Browser, es wird nichts an einen Server übertragen, sodass auch größere Stapel ohne Wartezeit auf eine Serverantwort entstehen.
Welche Formatoptionen sind verfügbar?
Verfügbar sind fünf Formate: Standard in Kleinbuchstaben mit Bindestrichen, GROSSBUCHSTABEN, eine Variante ohne Bindestriche, {Geschweifte Klammern} nach Microsoft/.NET-Konvention sowie das URN-Format urn:uuid:.... Sie lassen sich per Klick umschalten, sowohl für die einzeln generierte UUID als auch für die Stapelgenerierung.

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